nicht nur vielleicht mit dj skyline (prod. kenji451)

from by Sayes

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lyrics

Die Atmung ruhig, der Puls tiefenentspannt.
Die Augen sind zu, sie gucken niemanden an.
Vertieft in Gedanken sortier ich den Klang
Doch verliere mich ganz im Gefüge der Drums.
Jeder einzelne Schlag durchfließt mich gesamt.
Für alle sichtbar, weil die Musik mich enttarnt.
Ich spür den Raum vor mir von Melodien umrahmt.
Es fehlt nur noch ein Schritt bis ich auf die Bühne gelang.
Und es zieht mich in Bann, Energie staut sich an.
Ich will loslassen, ich will hier raus – verdammt.
Zwischen Synthis und Bass find ich noch Platz.
Ich will in ihnen untergehen, denn jeder Beat ist Substanz.
Ich will damit eins sein – wie minus sieben und acht.
Ausrechnet jetzt blockiert mich etwas.
Denn jede lyrische Tat ist Simplifizierung für das,
Was wieder mal nicht fassen, klingt sie auch vielfach abstrakt.
Kurzes Zögern – doch dann wie fieberhaft
Versuch ich den Moment zu fangen, auch wenn ich es wieder nicht schaff.
Mir doch egal, ich hab Konservierungsbedarf.
Ich will die Szenerie begreifen und spiele sie nach.
Ich reagiere, kommentiere, reflektiere schon fast,
Auch wenn ich mich in meinem eignem Wirrwarr ertapp.
Fast automatisiert, bewegt sich mein Kiefer im Takt.
Die Aussage versiert und fühlbar im Satz.
Ich warte die Werte der Worte wie ein behüteten Schatz.
Doch keine Karte erklärt mir den Ort hier, ich definier nur Distanz
Und will sie überwinden - Satzstücke wiegen mich sanft,
Es ist nur ein Versuch, doch ich nutz jeden Freestyle als Chance.


Das erste Wort auf dem zuvor unbeschriebenen Blatt,
Unterwirft die Freiheit der Gedanken und bildet sie ab,
Gefangen in dem Spiel von Reduzierungsvorgang
Und semantischer Beziehung zirkulier ich fortan,
Ich frage mich, wie trage ich das Satzgefüge zusamm.
Denn Papier ist geduldig, doch Gedanken viel zu spontan.
Finger tippen in die Tasten, angeführt von dem Drang.
Alles Gedachte aufzuschreiben, das Klackern lieblich charmant.
Doch ich sortiere danach, welches Wort auch wirklich was sagt.
Denn zu viel Firlefanz erscheint mir irrelevant.
Jede Zeile akkurat – wie mit Batterien in Fahrt.
Fokussiert auf die Ziellinie, leicht verspielt in der Art.
Denn mich ermüdet die Farce, ist die Lyrik zwar stark.
Doch wird sie doch nur hinfällig, wenn man mal wieder nichts sagt.
Ich will über mich wachsen, Neugierde die Saat.
Und wenn sie keimt, dann begreif den subtilen Spagat.
Zwischen den Zeilen, da verbirgt sich etwas,
Das bin ich, wie ich schreibe – lies einfach nach.
Jeder meiner Texte vielschichtig wie Zwiebeln verpackt.
Keine simple Interpretation, doch ich liefer hier den Ansatz
Indem wie ich es sag oder Formulierungen mach,
Ob ich es ad hoc oder dann doch auf Papier verfasst hab.
Kannst du mich fühlen? - ich ziel darauf ab.
„Nicht nur vielleicht“ – es setzt sich hiermit in Gang.

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from nicht nur vielleicht, released November 18, 2016

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