laute helden (prod. opek)

from by Sayes

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lyrics

Ich bin dankbar, mit meinen Songs Gehör zu finden.
Forme Worte sorgsam, denn mir bleibt Content wirklich wichtig.
Mir geht’s wie jedem guten Rap-Connoisseur um Lyrics.
Und den letzten Rest, der skeptisch ist, wird Opeks Snare umstimmen.
Doch hinter diesem Eigenlob befindet sich erst mein Ressort:
Schreiben als Notwendigkeit zum Ergründen meiner eignen Form.
Denn wer auf der Bühne steht, wird gerne dauernd kommentiert.
Bestaunt und kritisiert, Ansichten werden auf ein' projiziert.
Wie oft verlier ich mich dabei, der Erwartung zu entsprechen,
Bei dem was andre von mir denken, sie ihren Anspruch an mich setzen.
Bereite im Vorfeld die Taktik zur Verteidigung schon vor,
Denn ich bleib gegenüber der Ansicht mich einzuordnen stur.
Was ich sage, ist was ich denke und das mein ich auch ebenso.
Und krass, wenn du mich fühl'n kannst ist das die geilste Bestätigung.
Was für ein Gefühl – meine gesamte Stimme zu geben.
Ich kann vielleicht Sagen, was du meinst, aber nicht für dich reden.

Und ich wünsch mir so sehr: nun sag es doch laut.
Beschlagnahm den Raum, ich warte darauf.
Doch deinerseits kommt nichts außer mehr von der Stille,
Zur gleichen Zeit beginnt sich der Raum mit Lautstärke zu füllen.
Dennoch ich höre dich vor lauter Helden nicht
Du schaust bewundernd zu ihnen auf, doch traust dich selber nicht.
Du flüsterst nur auf die Frage, was dir Mut geben würde:
Dass Menschen meist zu laut reden, wenn sie zu wenig hören.

Ja ich nutze oft die Gelegenheit #Position zu bezieh'.
Doch, dass ich deswegen gleich als Projektionsfläche dien',
Widerstrebt mir zu tiefst – klar ich steh im öffentlichen Raum
Und jeder meiner Songs zu Diskussion, das möchte ich ja auch.
Anregen zum Reden, also sprich deinen Eindruck auch aus,
Ich will wissen wer du bist und freien Meinungsaustausch.
Doch ich bin weder dein Gegner, noch dein Vorbild, verdammt.
Erfüllst nur Identitätszwang, wenn du fremde Formen nachahmst.
Also stell dich selbst in den Mittelpunkt deiner Auseinandersetzung.
Und exponier die Differenzen fleißig aus dein'm ganzen Spektrum.
Was ist deine eigene Form? Sie spricht für sich.
Und plötzlich bedeutet, was du sagst: betrifft mich mit.
Wir formen uns gegenseitig, der Text bedingt deiner Reaktionen,
Ihm zu lauchen und zu folgen, jetzt vergiss meine Fehlerquoten.
Erst danach folgt Kritik als Austausch ohne gleich den Auszug einzuordnen
Ich bin so dankbar dafür, denn ich lausch nun deinen Worten.

Und ich wünsch mir so sehr: nun sag es doch laut.
Beschlagnahm den Raum, ich warte darauf.
Doch deinerseits kommt nichts außer mehr von der Stille,
Zur gleichen Zeit beginnt sich der Raum mit Lautstärke zu füllen.
Dennoch ich höre dich vor lauter Helden nicht
Du schaust bewundernd zu ihnen auf, doch traust dich selber nicht.
Du flüsterst nur auf die Frage, was dir Mut geben würde:
Dass Menschen meist zu laut reden, wenn sie zu wenig hören.

Wie viele träumen davon ein Held zu sein,
für die andern oder dem eigenem nachzueifern.
Die Glorifizierung kommt der Geltung gleich
Schande, wer wagt, sich nur als ein Mensch zu begreifen
Doch ich kriege von dieser selbstgerechten Art
nur wieder Gänsehaut
Denn was stellt das für eine Gesellschaft dar,
die Helden braucht?

credits

from nicht nur vielleicht, released November 18, 2016

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